Wertschätzung geht durch den Magen – Agentur kultiviert Wertschätzung aus dem Bauch heraus

 In Unternehmenskultur

Ein knappes Jahr begleiteten die Coaches der Siebenbach | Unternehmenskultur eine Werbeagentur auf dem Weg, Wertschätzung und Gesundheit im eigenen Unternehmen zu leben und erlebbar zu machen. Eine Aufgabe, die durch den Bauch ging – zumindest am Anfang. Ein Kochduell öffnete im Sinne des Erfahrungslernens den Weg in ein neues Miteinander und ein besseres Verstehen. Mitarbeiter vereinigten sich als Team eines Unternehmens, welches seine Mitarbeiter als den wichtigsten Teil des Unternehmens schätzt und den Chef ganz Mensch und Unternehmer sein lässt.

Der zuständige SIEBENBACH-Coach, Lars Groskopf, traf den Inhaber der Agentur vor kurzem zu einem der regelmäßigen Lerngespräche zwischen SIEBENBACH als Dienstleister und der Agentur als deren Kunde. Sie standen wieder an dem weiten Fenster und genossen die Strahlen der winterlichen Sonne. „Wo erkennen Sie einen Unterschied zu vor einem Jahr? Was genau hat sich verändert und wie wirkt sich dies auf ihre Ergebnisse aus?“ Mit diesen Fragen eröffnete Lars Groskopf das angenehme Gespräch.

„Die Stimmung ist besser. Ich freue mich auf meine Leute und das merken sie. Jeder meiner Mitarbeiter ist einer dieser Sonnenstrahlen, auch wenn es ihm mal nicht so gut geht oder ich zu vertieft in meine Gedanken bin und nicht erreichbar, dann ist das Team für ihn da. Und wenn es mal Kritik an der Arbeit gibt, dann heißt es: aber deine Muffins waren der Hammer. Es ist alles etwas leichter geworden. Menschlicher. Der Austausch bei Herausforderungen ist viel intensiver und die Kundenprojekte gelingen reibungsloser,“ antwortete, Herr Glück* [*Name geändert] voller Anerkennung.

„Herr Glück, zeigt sich das auch in den Kennzahlen?“, fragt der Trainer Großkopf. „Wenn meine Leute weniger Mühe bei der Arbeit haben, weil das Klima im Team stimmt, dann ist der Gewinn nicht nur im Geld zu sehen. Aber ja, wir sind eine sehr attraktive Unternehmung, nicht nur für unsere Kunden.“ Herr Glück lachte dabei und genoss diesen Augenblick voller Zufriedenheit.

Und dazu hatte er allen Grund, denn vor etwas mehr als einem Jahr standen er und Lars Groskopf an demselben weiten Fenster und schauten in die verschneite Innenstadt, als die Idee zu einer sinnvollen Veränderung geboren wurde.

„Wie könnten wir einmal unsere Weihnachtsfeier wertschöpfender gestalten? Als Teamtraining, bei dem trotzdem auch der Spaß der Mitarbeiter seinen Platz hat?“ Das war damals das Anliegen von Herrn Glück, um nicht nur neue Wege zu gehen. Denn: „Wertevermittlung soll nicht im Gegensatz zum Spaß stehen.“ So war das allgemeine Credo der Geschäftsführung nach einem Findungsprozess unter anderem zu einer neuen Führungskultur.

Im Anschluss einer Orientierungsphase mit der Geschäftsführung hinsichtlich dem Thema „Wie kann ich meine Mitarbeiter wertschätzen, so dass sie diese auch als ehrliche, authentische Wertschätzung verstehen und wie können die Mitarbeiter aber auch das Unternehmen besser verkörpern?“, erwachte eine Idee.

Lichterketten säumten die Einkaufspassage, der Duft von gebrannten Mandeln zog durch das leicht gekippte Fenster in unsere Nasen: „Wenn die nicht so ungesund aber dazu so lecker wären“, so Glück. „Tja, gäbe es dann keinen Gewissenskonflikt“, fragte Lars Groskopf?
Ein oft gehegter Wunsch: Gesundes Essen das schmeckt und trotzdem einem das Gefühl gibt des „das bin ich es wert“.

Ein Kochduell der Mitarbeiter weckt schlummerndes Potential und gibt dem Thema Wertschätzung einen besonderen Rahmen. Passend zur Weihnachtszeit, kombinierbar mit einer Jahresabschlussfeier. Die Idee war geboren: Dabei kochten vier Teams gegen und miteinander, ein „Come-Together“, welches trotzdem die Kraft des Wettbewerbes nutzte, um dem abstrakten Thema „Wertschöpfung“ eine leuchtende Farbe zu geben.

Jedes Team bekam eine Tasche mit Lebensmitteln und eine Aufgabenstellung: Vorspeise, Hauptgang, Dessert und eine Überraschung. 2 Stunden blieben Zeit, eine Kreation zu entwerfen, zu kochen und damit das gesamte Team zu beeindrucken. Inklusive der Dekoration – für eine Werbeagentur ein Kinderspiel. Allerdings: eine Tätigkeit, weitab von der alltäglichen Arbeit.

Ressourcen wurden gesichtet, Ideen gesammelt und Aufgaben verteilt. Außerdem musste sich mit den anderen Teams abgesprochen werden, denn es gab nur eine Küche. Der Chef war mittendrin – und er wurde seiner Rolle als „Creative Director“ mehr als gerecht. Nötiges Küchen-Fachwissen gab es von einem Koch. Alles andere blieb den Mitarbeitern überlassen. Und obwohl die Zutatenliste nicht klassischerweise zu den Aufgaben passte – Knoblauch und Zucker für die Vorspeise? – so nahmen sie die Herausforderung an.

Das Ergebnis war umwerfend! Lecker! Und dazu noch gesund! Den Mitarbeitern blieb der Mund offen stehen, als sie sahen, mit welchen Kreationen die Kollegen sie beschenkten. Von der Sekretärin Marija hatten sie ja noch gedacht dass sie kochen kann, aber vom ehrgeizigen Projektleiter Philipp? Er wusste es vorher selbst nicht, denn zum Kochen blieb in der Regel keine Zeit. In Zukunft aber schon.

Für gemeinsames Kochen nahm sich die Mitarbeiter der Agentur nun zweimal im Monat Zeit. Denn wer seinen Kollegen als Mensch kennenlernt und ihn nicht als reinen Fachmann für Bildbearbeitung sieht, der schätzt die Zeit, die er mit ihm im Unternehmen verbringt, deutlich mehr. Die Mitarbeiter wachsen zusammen – als Team, mit der Kraft des natürlichen „Sich Austauschens“.

Was hat nun aber Kochen mit Unternehmenskultur zu tun? Mit Herrn Glück, dem Inhaber der Agentur sprach ich über die Wege der Vermittlung von Werten. Zwar bediente man sich einer Situation und Aktion, die völlig losgelöst vom Unternehmenskontext ist. Die Handlungsweisen des Miteinanders werden dadurch aber sehr gut sichtbar, Prozesse werden angeregt, die nicht unter dem Dogma stehen, immer möglichst schnell die beste Qualität liefern zu müssen. Es handelt sich um Freiwilligkeit. Die Werte eines jeden einzelnen werden im Alltag gelebt. In der Firma ist man oft angepasst.

Daher lautet eines unserer Credos: Raus aus dem klassischen Unternehmenskontext. Rein in die Möglichkeit, Potentiale Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Kunst, Ableitungen aus der Team-Aktion zu generieren, liegt im Beobachten und im (Zu-) Hören. Was passiert zwischen den Menschen, was wird nicht gesagt, aber vom anderen gehört?

Als Trainer braucht es in erster Linie einen klaren Geist. Losgelöst vom gehetzten Büro-Alltag schult sich der Blick besser, denn der Gedanke wird nicht durch eine mögliche Strategie vorgegeben. Und im Leben zeigen sich die gleichen Verhaltensweisen wie im Unternehmen. Diese werden durch die gleichen Leute gelebt. Ob sie das wollen oder nicht. Eine Methode also, die sehr gut geeignet ist, wenn es um Kultur, um das WIE? der Leistungserbringung des Unternehmens geht. Und um Verständnis.

In einer Nachbereitung mit den Mitarbeitern konnten diese auch die Unterschiede aus ihrer Perspektive beschreiben:
„Ich fühle mich mehr wertgeschätzt von unserem Chef. Er sieht mich, statt nur meine Arbeit.“ „Absprachen laufen reibungsloser.“ „Wir lachen viel.“ „Unser Chef ist jetzt viel mehr als Mensch präsent, das erleichtert mir, besser Verantwortung für die Agentur zu übernehmen.“

Nur eine kleine Auswahl von Aussagen der Mitarbeiter im direkten Vier-Augen-Feedback. Aber auch der Chef kam zu Wort: „Das ist ohnegleichen mehr, als ich mir vorgestellt habe.“

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